Samstag, 16. Juli 2011
«Um zu erreichen, dass eine inakzeptable Massnahme akzeptiert wird, braucht man sie lediglich über zehn Jahre hinweg schrittweise umzusetzen»
Der Franzose Sylvain Timsit hat zehn Methodiken zusammengetragen, mit denen sich ganze Gesellschaften manipulieren lassen. Le Bohemian hat das Ganze übersetzen. Die zehn folgenden zehn Strategien sind dort ausführlicher beschrieben:
1. Kehre die Aufmerksamkeit um
2. Erzeuge Probleme und liefere die Lösung
3. Stufe Änderungen ab
4. Aufschub von Änderungen
5. Sprich zur Masse, wie zu kleinen Kindern
6. Konzentriere dich auf Emotionen und nicht auf Reflexion
7. Versuche die Ignoranz der Gesellschaft aufrechtzuerhalten
8. Entfache in der Bevölkerung den Gedanken, dass sie durchschnittlich sei
9. Wandle Widerstand in das Gefühl schlechten Gewissens um
10. Lerne Menschen besser kennen, als sie sich selbst es tun
Samstag, 16. Juli 2011
Eine Landwirtin und eine Erzieherin haben auf einem Bauernhof zusammen einen Kindergarten gegründet.70 Hektar Acker- und Grünland, 25 Hektar Wald, ein Fischteich, Birnen- und Apfelbäume, ein großer Gemüsegarten, Schweine, Pferde und Hühner. Und mitten drin: die Kinder.
Weiter gehts auf ZEIT Online.
Freitag, 15. Juli 2011
Das holländische Label OAT baut die ersten Sneaker auf der Welt, die komplett biologisch abbaubar sein sollen. Als Obermaterial werden Hanf und Bio-Baumwolle verwendet, für die Sohle biologisch abbaubarer Gummi. Als Werbegag sind die Lasche einige Blumensamen eingearbeitet. Der Hersteller verspricht, nach dem Atragen könne man die Schuhe bedenkenlos einpflanzen und giessen, nach einiger Zeit würde da etwas spriessen.
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Freitag, 15. Juli 2011
Wie DRadio berichtet:
Haie, Löwen und Wölfe schützen die Menschheit vor Krankheiten und Klimakatastrophen.
Zu diesem Ergebnis kommt eine internationale Studie im Fachmagazin Science. Demnach hat das weltweite Aussterben der großen Raubtiere an der Spitze der Nahrungskette viel mehr unerwartete Effekte als bisher bekannt.
Die Ausrottung der Löwen in Afrika beispielsweise führe zur unkontrollierten Vermehrung bestimmter Paviane, die dann vermehrt Darmparasiten auf ihre menschlichen Nachbarn übertragen. So führen die Wissenschaftler letzlich nicht nur Pandemien auf das Verschwinden der Raubtiere zurück. Ihrer Analyse zufolge ist das entstandene Ungleichgewicht auch ursächlich für das Entstehen von Flächenbränden, den Zusammenbruch ganzer Populationen und andere Verschiebungen im Ökosystem.
Donnerstag, 14. Juli 2011
Robert Harsieber hat ein sehr schönes Plädoyer für mehr Menschlichkeit verfasst.
Harsieber schreibt:
Die Welt ist voller Kriegsschauplätze – müßig, sie alle aufzuzählen. Sogar die Amerikaner wissen seit 9/11, dass es keiner Zugbrücke über die Weltmeere bedarf, die sie bisher abgeschottet haben. In Europa leben wir seit einem halben Jahrhundert im Frieden, aber manche brauchen Fußballplätze, U-Bahnen oder ähnliches, um wenigstens hier Unfrieden zu stiften. Für rechte Recken ist das Paintball-Spielen unmodern geworden, stattdessen tummeln sie sich in Internet-Foren und betätigen sich als Kampf-Poster, um wenigstens hier Krieg gegen Moslems, Linke, Grüne oder sonst Andersgläubige zu führen. Oder sie demonstrieren – sogar mit dem Kreuz in der Hand – gegen Moscheen und Kulturzentren. Moderaten und normal Denkenden kommt das Grausen. Anscheinend brauchen wir Krieg – um von uns selbst und der eigenen Behinderung abzulenken, die eigene Leere zu füllen, den starken Mann zu spielen oder was auch immer.
Gerade der letzte Satz des zitierten Absatzes erinnert mich an einen lesenswerten Text von Willi Maurer, auf den ich immer wieder gern aufmerksam mache: Die Wiege der Gewalt – oder das weggelegte, ohnmächtige Baby im Gewalttäter:
Wir haben es in der Hand dies zu ändern, indem wir uns der Gewaltbereitschaft in uns zu stellen beginnen und in Betracht ziehen, wirkliche Präventivmassnahmen zu fördern. Die wichtigste davon ist, die ursprünglichen menschlichen Bedürfnissen zu erkennen und Neugeborene dorthin zu legen, wo sie hingehören: an den Leib ihrer Mutter.
Doch da kann es notwendig sein, dass werdende Eltern erst einmal mit ihrem eigenen inneren Kind Kontakt finden. Das bedeutet z.B. dass die postpartale Depression bei Müttern als das erkannt wird was sie ist: ein Zeichen für das Berührtsein des eigenen inneren, zu kurz gekommenen Kindes. Dasselbe gilt für Väter die mit (oft hinter rationalen Argumenten versteckter) Eifersucht auf die Zuwendung ihrer Partnerin zum Baby, reagieren. Wenn Eltern (und Pflegepersonal) dies zu erkennen beginnen, kann ihnen eine liebevolle kompetente Hilfe bei der Trauerarbeit, zur Annahme ihr inneren Kindes, von grossem Nutzen sein.
Erst wenn Schmerz und Ohnmacht als Botschafter von etwas Übergangenem erkannt werden, öffnen sich Möglichkeiten zur wirklichen Gewaltprävention.
Donnerstag, 14. Juli 2011
Foto: Indraneil Das / Conservation International
Wie Wired berichtet, wurden kürzlich drei Exemplare der zuletzt 1924 beobachteten Borneo-Regenbogenkröten (ansonia latidisca) gesichtet. Bei den drei Kröten handelte es sich um ein männliches, ein webliches und ein jugendliches Tier mit einer Größe zwischen 3 und 5 cm. Die Tiere saßen auf verschiedenen Bäumen, wie Conservation International berichtet – die Organisation hatte die Suche organisiert.
Gefunden wurden die Körten nach monatelanger Suche. Wissenschaftler hatten die reichlich farbverzierte Kröte für ausgestorben gehalten.
Donnerstag, 14. Juli 2011
Unter dem Titel Demokratiefähigkeit sprach der Göttinger Hirnforscher Prof. Dr. Gerald Hüther darüber, was Begeisterung mit Lernen zu tun hat, warum unsere Gsellschaft sich selbst zugrunde richtet und wie eine Gemeinschaft aussehen müsste, in der jeder Einzelne sein Potential entfalten kann.
Zu sehen gibt es den Vortrag ’Demokratiefähigkeit’ bei Youtube.
Mittwoch, 13. Juli 2011
Moin! Nach zugegeben langer Abstinenz tut sich hier wieder etwas, dies sind die ersten Zeilen. Eher zu Testzwecken, denn lesen wird diesen Willkommensgruß wohl niemand :-)