Kind Alljährlich lässt die UNICEF eine Studie zur Situation der Kinder in mehreren Ländern durchführen.

Es werden Informationen zusammengetragen zu den Themen Materielles Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit, Bildung und Ausbildung, Beziehungen zur Familie und zu Gleichaltrigen, Verhaltensrisiken sowie subjektives Wohlbefinden.

Als besorgniserregend empfinde ich vor allem, was die befragten Kinder als zu ihrem persönlichen Wohlbefinden zu sagen haben:

Hinsichtlich der eigenen Einschätzung von Kindern und Jugendlichen zu ihrer Lebenssituation befindet sich Deutschland insgesamt auf Rang neun. Hinter diesem Mittelplatz verbergen sich allerdings einige gravierende Probleme: 6 Prozent der Heranwachsenden erleben sich als Außenseiter. 11 Prozent der befragten 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland geben an, sich “unbehaglich und fehl am Platz” zu fühlen. Etwa jeder dritte 15-Jährige sagt, dass er sich “alleine” fühlt. Bei der Lebenszufriedenheit insgesamt liegt Deutschland dann sogar auf dem viertletzten Platz von 21 Ländern.

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Gesundes Schulessen muss nicht teuer sein. Das dachten sich fünf Berliner Schüler und gründeten kurzerhand einen eigenen Verein Gesunde Schulverpflegung für deutsche Schüler/innen e.V. Der hat es sich zur Aufgabe gemacht, bundesweit für ein gesundes Schulessen einzutreten. Um für ihr Anliegen eine möglichst hohe mediale Aufmerksamkeit zu erzielen, planen die Schüler eine Gala auf der bekannten Messe Grüne Woche im Januar 2010.

Christoph Walter, Vorsitzender Gesunde Schulverpflegung für deutsche Schüler/innen e.V. und Teamer der Gala, erklärt:

“Wir wollen hier Abstand von einer normalen Gala nehmen und den Gästen etwas Besonderes bieten. Daher haben wir eine Showküche ins Programm genommen, welche den Gästen zeigen soll, wie einfach es doch sein kann, gesundes Schulessen herzustellen.”

Betreuungsgeld, Pflichtbesuch von Schule und Kindergarten. Der Staat greift immer weiter in das Erziehungsrecht der Eltern ein. Im Grundgesetz der Bundesrepublik steht geschrieben:

Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Die aktuellen Entscheidungen der Politik laufen dem offenkundig zuwider. Die Initiative Familienschutz wirbt für neues Verständnis von und neue Politik für Familien. Hedwig Freifrau v. Beverfoerde, Sprecherin der Initiative Familienschutz, stellt die Arbeit der Gruppe in einem Interview auf FreieWelt.Net vor.

Bereits im letzten Drittel der Schwangerschaft nehmen Kinder die Geräusche der Aussenwelt wahr, auch die Muttersprache der Eltern. Eine neue Studie gibt Hinweise darauf, daß bereits die ersten Schreie von Neugeborenen eben jener Sprachmelodie ähneln, die das Kind aus der bereits im Bauch wahrgenommenen Muttersprache kennt.

Die Wissenschaftlerinnen Anne Christophe, Angela D. Friederici, Birgit Mampe und Kathleen Wermke haben die Schreie von Neugeborenen aufgenommen, analysiert und mit den Sprachmelodien der Eltern verglichen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung haben sie in der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht.

Aus der Tierwelt ist bekannt, wie wichtig der Moment der Prägung ist. Auf matriarchat.net heisst es dazu:

Wird die Prägung verhindert, das Baby fortgetragen, wenn die Mutter darauf eingestellt ist, es zu liebkosen, an die Brust zu legen, in die Arme und ins Herz zu schließen, oder ist die Mutter zu narkotisiert, um die Prägung voll zu erfahren – was geschieht dann?

Allem Anschein nach weicht der Prägungsreiz einem Zustand der Trauer, wenn die Reaktion der erwarteten Begegnung mit dem Baby ausbleibt.

Als Lotusgeburt wird die Geburt eines Kindes bezeichnet, wenn die Nabelschnur mit dem Mutterkuchen (Plazenta) am Neugeborenen belassen wird, um das natürliche Abfallen der Nabelschnur abzuwarten. Damit steht diese Form im Gegensatz zur verbreiteten Praxis, bei der die Nabelschnur zweifach abgeklemmt oder abgebunden wird und zwischen diesen beiden Stellen mit einer Schere oder einem Messer durchschnitten wird, und die Plazenta auf diese Weise abgetrennt wird.

Aus Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.

Mirjam Gebhardt ist Historikerin an der Universität Konstanz und forscht über Erziehung im 20. Jahrhundert. In einem Artikel für die ZEIT geht sie den Ursachen der zunehmenden Kinderlosigkeit auf den Grund und fördert Erstaunliches zu Tage. Noch immer ist das Erziehungsbild der älteren Generationen geprägt von der Härte der 1930er Jahre. Was die Kinder von damals ihren Kindern weitergegeben haben, sitzt noch immer fest im kollektiven Bewusstsein: Kinder ruhig mal schreien lassen, Stillen nach Zeitplan, Strenge und Unterordnung. Ein Umgang mit Kindern, der an ihren und unseren natürlichen Bedürfnissen völlig vorbei geht.

Ein Blick auf den historischen Diskurs zu den Themen Geburt, Säugling, Kleinkind mag weiterhelfen. Hören wir den erfolgreichsten deutschen Erziehungsexperten zu, wie sie früher werdende Eltern auf ihren Nachwuchs eingestimmt haben. Die berühmteste deutsche Ratgeberautorin aller Zeiten war Johanna Haarer, NSDAP-Mitglied und im »Dritten Reich« die staatlich empfohlene Expertin in Sachen Kinderkriegen. Liest man die von ihr verfassten Bestseller (unter anderen Die deutsche Mutter und ihre erstes Kind), macht man eine überraschende Entdeckung: Aus ihren Werken, die im höheren Auftrag der NS-Bevölkerungspolitik standen, spricht eine unverhohlene Abneigung gegen das werdende Leben: Wir lesen ihre konstanten Warnungen vor »erbkrankem« Nachwuchs, ihre Panikmache vor der Geburt (»ein Schlachtfeld«), ihre Empfehlung, das Kind vor dem Stillen erst mal ein bis zwei Tage lang nach der Entbindung hungern zu lassen, ihre Schilderung der Machtkämpfe ums Schlafen und Sauberwerden. Hat man sich durch alle abscheulichen Details der Säuglingspflege durchgearbeitet, bleibt eines hängen: Mit der Geburt eines Kindes beginnt ein existenzieller Kampf. Auf der einen Seite die deutsche Mutter – auf der anderen, ja was eigentlich? Ein großhirnloses Wesen, instinkt- und machtgesteuert. Schon an der Brust verursacht dieser emotionale Zombie Schwierigkeiten, stellt sich »trinkfaul«, will nur »lutschen«, und schlimmer noch, will nicht begreifen, dass er nur um 6, 10, 14, 16 und 20 Uhr zu essen bekommt. Wenn er schreit, schreibt Haarer, wird er richtig gefährlich. »Dann, liebe Mutter, werde hart! Fange nur ja nicht an, das Kind aus dem Bett herauszunehmen, es zu tragen, zu wiegen, zu fahren oder es auf dem Schoß zu halten, es gar zu stillen. Das Kind begreift unglaublich rasch (…). Nach kurzer Zeit fordert es diese Beschäftigung mit ihm als ein Recht, gibt keine Ruhe mehr, bis es wieder getragen, gewiegt oder gefahren wird – und der kleine, aber unerbittliche Haustyrann ist fertig.«

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