Der Kristeller-Handgriff
Zu den medizinischen Eingriffen während der Geburt gehört beispielsweise der so genannte Kristeller-Handgriff. Zynischerweise wird dieser Handgriff eingesetzt, wenn es zu einer Wehenschwäche kommt oder die Mutter stark erschöpft ist – etwa unter dem Einfluss einer PDA. Der Kristeller-Handgriff ist stark umstritten. Immerhin droht die Gefahr eines Zerreissens der Gebärmutter durch den starken Druck. Es kann jedoch auch zu einem Leberriß (Leberruptur) kommen, zum Brechen von mütterlichen Rippen (Rippenfrakturen), zur Ablösung des Mutterkuchens (vorzeitige Plazentalösung) oder zu Damm – und Scheidenrissen.
Symptome eines drohenden Risses der Gebärmutter sind eine Erhöhung der Wehenfrequenz bis Wehensturm, innere Unruhe und Angstzustände. Ein Geburtsstillstand kann die Folge sein. Was aber, wenn umgekehrt die Stimmung am Ort der Geburt zu Angstzuständen und dann zu einem Geburtsstillstand führt? Wenn der Mutter das Recht genommen wird, selbstbestimmt zu gebären; statt dessen Mediziner das Ruder in die Hand nehmen, kann die Frau instinktiv spüren, daß etwas nicht stimmt. Sofern sie mit sich selbst in Kontakt ist und (wieder) gelernt hat, ihrer eigenen Wahrnehmung zu vertrauen.



















