Oxytocin und menschliches Verhalten

Den Einfluss des Botenstoffes Oxytocin auf das Verhalten von Menschen wies der Zürcher Psychologe Markus Heinrichs in einem Experiment nach. Er veranstaltete ein Planspiel mit echtem Geld und zwei Gruppen von Studenten, Investoren und Kreditnehmer. Von den Investoren erhielten einige Oxytocin als Nasenspray, andere ein Placebo. Das Vertrauen der mit Oxytocin behandelten Investoren war deutlich grösser, deren Kredite fielen höher aus. Dabei hatten die zwei Gruppen lediglich per Computerbildschirm kommuniziert.

Der ebenfalls an der Studie beteiligte Ökonom Michael Kosfeld meint:

Jetzt, wo wir von dem Zusammenhang zwischen der Substanz und dem Vertrauen wissen, können wir uns Fragen stellen: In welchen sozialen Situationen wird Oxytocin von unserem Gehirn tatsächlich produziert und somit unser Vertrauen in die Situation gesteigert?

Babys produzieren Oxytocin nach dem Saugen an der Mutterbrust. Auch bei den stillenden Müttern wird es ausgeschüttet. Ebenso, wenn die Frauen sanft massiert werden. Bei Männern erhöht sich die Konzentration vor allem beim Orgasmus.

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