Kann man zur Freiheit erziehen? Muss man zu Freiheit erziehen? Man könnte allerdings auch fragen: Warum sollte man zu etwas erziehen, was ohnehin praktisch jeder und jede will? So beginnt ein Vortrag von Morus Markard, als Professor Sozialpsychologie lehrend, ein Vertreter der so genannten Kritischen Psychologie. Wenn sich Freiheit, so Markard, am Ausmaß der Verfügung über die eigenen und damit gesellschaftlichen Lebensbedingungen bemisst, wird die Frage interessant, welche Machtverhältnisse herrschen, bzw. inwieweit Freiheit und Entwicklung eingeschränkt werden…
Noch heute werden Menschen belächelt, die Freiheit auch im Verhältnis zu ihren Kindern umsetzen; die Freundschaften führen, statt Machtverhältnisse leben. Eine Zeit lang wurde durch den freien Publizisten und Kinderrechtler Ekkehard von Braunmühl der Begriff der Antipädagogik geprägt und dann von anderer Seite missbraucht, heute spricht man von Amication – Freundschaft mit Kindern.



















