Der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, Marshall B. Rosenberg, sagt, wenn wir anfangen, aufeinander (herab) zu schauen, hören wir, bei einander zu sein. Das gilt auch und gerade für das Zusammenleben mit Kindern. Oft sind es die Ängste der Eltern, welche starre und unnatürliche Grenzen setzen, wo Verständnis und die Auseinandersetzung mit eigenen seelischen Wunden hingehört. Es geht nicht um Schuld. Als Eltern geben wir weiter, was wir verinnerlicht haben. Doch es ist unsere Verantwortung, unser Denken und Handeln kritisch zu interfragen, und sich daran zu erinnern, daß uns in Gestalt unserer Kinder ein vollwertiger Mensch gegenübersteht.

Die Frage muss erlaubt sein, wohin uns verkrustete Erziehungsmuster gebracht haben. Ist das Ziel nicht eine freie und solidarische Gesellschaft? Wenn ja, was davon ist verwirklicht, was nicht – und welchen Beitrag leisten wir mit Erziehung und Staatsfürsorge?

    6 Meinungen.
  1. Thomas, das bringt mich zu der Frage, gibt es bedingte Freiheit?

    Kommentar von Daniel Reitzig am 29. November 2009 um 22:51 Uhr.

  2. Rudolf Steiner sagt über die Freiheit: Des höheren Menschen Weg und Ziel ist die Freiheit.
    Dies veranschaulicht für mich die enorme Bedeutung der Freiheit.

    Kommentar von Thomas Franz am 27. November 2009 um 10:21 Uhr.

  3. Manfred Spitzer über Gewalt im Fernsehen
    http://www.youtube.com/watch?v=TjzMwzYhPL4

    Kommentar von Dorothea am 16. November 2009 um 19:22 Uhr.

  4. Von den Spiegelneuronen hab ich schon gehört. Danke! Das mit dem Vorbild hat mir zudenken gegeben…Gruß, Hans

    Kommentar von Hans am 16. November 2009 um 17:42 Uhr.

  5. Ja, ich übe mich darin, meine Grenzen zu benennen und danach zu leben, aber es sind eben meine Grenzen. Warum sollte ich sie automatisch zu denen der Kinder machen wollen? Wenn es mir beispielsweise gelingt, achtsam mit Menschen umzugehen, und Kinder sehen das…dann braucht es in dieser Hinsicht keine durch mich auszusprechende Grenze. Kinder lernen durch Nachahmung. Stichwort: Spiegelneuronen.

    Wenn Kinder mich bei Rot über die Strasse rennen sehe, obwohl ich mit ihnen schimpfte, wenn sie das tun würden, kommt bei den Kindern eher etwas verwirrendes an, zumindest keine Klarheit.

    Kommentar von Daniel Reitzig am 16. November 2009 um 07:37 Uhr.

  6. Hmm…aber Kinder brauchen doch Grenzen, wenn sie machen können was sie wollen, wie sollen sie sich als Erwachsene zurecht finden? Oder?

    Kommentar von Hans am 16. November 2009 um 07:05 Uhr.

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