Der Begründer der Gewaltfreien Kommunikation, Marshall B. Rosenberg, sagt, wenn wir anfangen, aufeinander (herab) zu schauen, hören wir, bei einander zu sein. Das gilt auch und gerade für das Zusammenleben mit Kindern. Oft sind es die Ängste der Eltern, welche starre und unnatürliche Grenzen setzen, wo Verständnis und die Auseinandersetzung mit eigenen seelischen Wunden hingehört. Es geht nicht um Schuld. Als Eltern geben wir weiter, was wir verinnerlicht haben. Doch es ist unsere Verantwortung, unser Denken und Handeln kritisch zu interfragen, und sich daran zu erinnern, daß uns in Gestalt unserer Kinder ein vollwertiger Mensch gegenübersteht.
Die Frage muss erlaubt sein, wohin uns verkrustete Erziehungsmuster gebracht haben. Ist das Ziel nicht eine freie und solidarische Gesellschaft? Wenn ja, was davon ist verwirklicht, was nicht – und welchen Beitrag leisten wir mit Erziehung und Staatsfürsorge?



















