Der Staat spricht also von Erziehungsfreiheit. Am Beispiel der Homeschool-Bewegung jedoch wird deutlich, wo die Grenzen dieser angeblichen Freiheit liegen. Homeschooler, das sind Eltern, die ihre Kinder zu Hause nach eigenen Ansichten unterrichten wollen, ohne dem Zwang zu unterliegen, ihre Kinder einer Sozialisation auszusetzen die zu den gegenwärtigen Mißständen erst geführt hat: Leistungdenken, Rivalität, Gruppendruck, Aufmerksamkeitsdefizite, Ent-Individualisierung.
In Deutschland aber haben Eltern oft den Eindruck, keine andere Wahlzu haben, als ihr Kind in die Schule und somit in diese Sozialisation zu schicken. Das Netzwerk Bildungsfreiheit beschreibt dazu eines seiner Ziele:
Wir setzen uns ein für die Umsetzung von Artikel 26 (3) der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, worin festgeschrieben ist: “Eltern haben das vorrangige Recht, die Art der Bildung und Erziehung, die ihre Kinder erhalten sollen, zu wählen. Die entwürdigenden und menschenrechtsverletzenden Zwangsmaßnahmen wie Buß- und Zwangsgelder, polizeiliche Zwangszuführungen und Sorgerechtsentzüge sind unverzüglich einzustellen. Wir engagieren uns für eine ersatzlose Abschaffung derartiger Repressionen, die einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft unwürdig sind. Wir erwarten, dass ein demokratisches Land die Menschenrechte und die Empfehlung für die Rechte des Kindes anerkennt.



















