Das Thema ist aktuell. Das ZDF berichtet im November 2009 in einer Reportage davon; bis nach Amerika sind die Meldungen von bevorstehenden Prozessen gegen Homeschooler gedrungen. “Europa bricht über Homeschooler herein” heißt es da. Es geht gegen die Familie Dudek, die nun einen Musterprozess führen muss, stellvertretend für die anderen Eltern. Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) schreibt:

Sie schicken ihre Kinder nicht zur Schule, sondern unterrichten sie zuhause. Mit Hingabe, aus Überzeugung und mit Erfolg. Als der älteste Sohn Jonathan nach zehn Jahren Hausunterricht durch Mutter und Vater kurz in die staatliche Schule nach Herleshausen wechselte, um dort die mittlere Reife abzulegen, wunderten sich die Lehrer nicht schlecht: 1,1 war sein Durchschnitt, Jonathan war Klassenbester. Eine Lehrstelle zu bekommen, war für ihn kein Problem. Mittlerweile lernt er im zweiten Jahr Schreiner.

Längst nicht alle Homeschooler sind überzeugte Christen. Doch alle verbindet dieser Gedanke an ein wenig Freiheit im Umgang mit den eigenen Kindern. Als die Schulpflicht 1592 weltweit erstmalig eingeführt wurde, war der Gedanke, die Nachkommen im Sinne der Kirche und des Glaubens zu erziehen. Auch hier ging es um Machtausübung und Abhängigkeit. Privatschulen dagegen sind bis heute meist elitäre Einrichtungen, manche gewollt, andere, weil die Unterstützung durch den Staat oft mangelhaft ist.

    6 Meinungen.
  1. Thomas, das bringt mich zu der Frage, gibt es bedingte Freiheit?

    Kommentar von Daniel Reitzig am 29. November 2009 um 22:51 Uhr.

  2. Rudolf Steiner sagt über die Freiheit: Des höheren Menschen Weg und Ziel ist die Freiheit.
    Dies veranschaulicht für mich die enorme Bedeutung der Freiheit.

    Kommentar von Thomas Franz am 27. November 2009 um 10:21 Uhr.

  3. Manfred Spitzer über Gewalt im Fernsehen
    http://www.youtube.com/watch?v=TjzMwzYhPL4

    Kommentar von Dorothea am 16. November 2009 um 19:22 Uhr.

  4. Von den Spiegelneuronen hab ich schon gehört. Danke! Das mit dem Vorbild hat mir zudenken gegeben…Gruß, Hans

    Kommentar von Hans am 16. November 2009 um 17:42 Uhr.

  5. Ja, ich übe mich darin, meine Grenzen zu benennen und danach zu leben, aber es sind eben meine Grenzen. Warum sollte ich sie automatisch zu denen der Kinder machen wollen? Wenn es mir beispielsweise gelingt, achtsam mit Menschen umzugehen, und Kinder sehen das…dann braucht es in dieser Hinsicht keine durch mich auszusprechende Grenze. Kinder lernen durch Nachahmung. Stichwort: Spiegelneuronen.

    Wenn Kinder mich bei Rot über die Strasse rennen sehe, obwohl ich mit ihnen schimpfte, wenn sie das tun würden, kommt bei den Kindern eher etwas verwirrendes an, zumindest keine Klarheit.

    Kommentar von Daniel Reitzig am 16. November 2009 um 07:37 Uhr.

  6. Hmm…aber Kinder brauchen doch Grenzen, wenn sie machen können was sie wollen, wie sollen sie sich als Erwachsene zurecht finden? Oder?

    Kommentar von Hans am 16. November 2009 um 07:05 Uhr.

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