Das Thema ist aktuell. Das ZDF berichtet im November 2009 in einer Reportage davon; bis nach Amerika sind die Meldungen von bevorstehenden Prozessen gegen Homeschooler gedrungen. “Europa bricht über Homeschooler herein” heißt es da. Es geht gegen die Familie Dudek, die nun einen Musterprozess führen muss, stellvertretend für die anderen Eltern. Die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) schreibt:
Sie schicken ihre Kinder nicht zur Schule, sondern unterrichten sie zuhause. Mit Hingabe, aus Überzeugung und mit Erfolg. Als der älteste Sohn Jonathan nach zehn Jahren Hausunterricht durch Mutter und Vater kurz in die staatliche Schule nach Herleshausen wechselte, um dort die mittlere Reife abzulegen, wunderten sich die Lehrer nicht schlecht: 1,1 war sein Durchschnitt, Jonathan war Klassenbester. Eine Lehrstelle zu bekommen, war für ihn kein Problem. Mittlerweile lernt er im zweiten Jahr Schreiner.
Längst nicht alle Homeschooler sind überzeugte Christen. Doch alle verbindet dieser Gedanke an ein wenig Freiheit im Umgang mit den eigenen Kindern. Als die Schulpflicht 1592 weltweit erstmalig eingeführt wurde, war der Gedanke, die Nachkommen im Sinne der Kirche und des Glaubens zu erziehen. Auch hier ging es um Machtausübung und Abhängigkeit. Privatschulen dagegen sind bis heute meist elitäre Einrichtungen, manche gewollt, andere, weil die Unterstützung durch den Staat oft mangelhaft ist.



















