Kind Alljährlich lässt die UNICEF eine Studie zur Situation der Kinder in mehreren Ländern durchführen.

Es werden Informationen zusammengetragen zu den Themen Materielles Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit, Bildung und Ausbildung, Beziehungen zur Familie und zu Gleichaltrigen, Verhaltensrisiken sowie subjektives Wohlbefinden.

Als besorgniserregend empfinde ich vor allem, was die befragten Kinder als zu ihrem persönlichen Wohlbefinden zu sagen haben:

Hinsichtlich der eigenen Einschätzung von Kindern und Jugendlichen zu ihrer Lebenssituation befindet sich Deutschland insgesamt auf Rang neun. Hinter diesem Mittelplatz verbergen sich allerdings einige gravierende Probleme: 6 Prozent der Heranwachsenden erleben sich als Außenseiter. 11 Prozent der befragten 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland geben an, sich “unbehaglich und fehl am Platz” zu fühlen. Etwa jeder dritte 15-Jährige sagt, dass er sich “alleine” fühlt. Bei der Lebenszufriedenheit insgesamt liegt Deutschland dann sogar auf dem viertletzten Platz von 21 Ländern.

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KlassenraumKann man zur Freiheit erziehen? Muss man zu Freiheit erziehen? Man könnte allerdings auch fragen: Warum sollte man zu etwas erziehen, was ohnehin praktisch jeder und jede will? So beginnt ein Vortrag von Morus Markard, als Professor Sozialpsychologie lehrend, ein Vertreter der so genannten Kritischen Psychologie. Wenn sich Freiheit, so Markard, am Ausmaß der Verfügung über die eigenen und damit gesellschaftlichen Lebensbedingungen bemisst, wird die Frage interessant, welche Machtverhältnisse herrschen, bzw. inwieweit Freiheit und Entwicklung eingeschränkt werden… ► Gesamten Artikel lesen

Kaiserschnitt

Die Geburt ist für Mutter und Kind ein sehr erschöpfendes Ereignis. Bei einer Frau, die ihr erstes Kind bekommt dauert die Geburt durchschnittlich zwölf bis 18 Stunden. Dennoch hat die Natur aus diesem Prozess ein harmonisches Zusammenspiel von Körper und Geist gemacht.

Tritt der Kopf des Kindes tief ins Becken ein, drückt der auf den Darm der Mutter. Dadurch wird bei der Frau ein reflexartiger Drang zum Pressen ausgelöst. Der Körper sendet Signale, Botenstoffe werden ausgeschüttet. Im Kopf der Frau entsteht regelrecht der Wunsch, zu pressen. Das ist eines der vielen Beispiele für das Zusammenwirken von Körper und Geist während der Geburt, so wie die Natur es eingerichtet hat. Setzt die Frau ihren Wunsch um, mitzupressen, unterstützt sie so die Kräfte der Gebärmutter durch ihre Bauchmuskulatur. Unter einer Periduralanästhesie (PDA) gelangen die entsprechenden Botenstoffe nicht zum Gehirn. Der Wunsch nach Pressen wird unterdrückt. Ein natürlicher Geburtsverlauf ist nicht mehr gegeben. Allerdings gibt es noch ganz andere Eingriffe… ► Gesamten Artikel lesen

Auf dem Coaching Berlin Blog findet sich ein interessanter Artikel über die Verbindung zwischen Pippi Langstrumpf und NLP.

Was heißt es für uns, von Pippis Art zu lernen? In unserer Welt, in der die theoretische Wissensvermittlung im Vordergrund steht, können wir uns ins Bewusstsein rufen, dass wir es dennoch selbst in der Hand haben, auf welche Art und Weise wir uns Wissen aneignen möchten. Wir haben die Möglichkeit, eigene Lernwelten zu schaffen. Wir können zwar nicht die Schulpflicht außer Kraft setzen. Doch wir können die Systeme der Wissensvermittlung hinterfragen, welche in Schulen und anderen Lehrinstitutionen oft als das einzig Wahre angeboten werden, und wir können überprüfen, ob sie für uns und vor allem für unsere Kinder sinnvoll sind. Wenn wir uns unserer bevorzugten Art des Lernens (durch Modeling, Zuhören, Experimentieren etc.) bewusst sind und uns selbst innerlich immer wieder die Erlaubnis geben, diese in unser Leben zu integrieren, werden wir – wie Pippi – imn wahrsten Sinne des Wortes „spielend“ lernen können. Pippi Langstrumpf verfügt über eine modellhafte Fähigkeit, sich die Welt aus stets unterschiedlichen Perspektiven he raus zu erobern. Das macht sie offen für neue Erfahrungen.

via “Wie schön ist es doch zu leben” Einsichten eines starken Mädchens | Coaching Berlin Blog.

Bereits im letzten Drittel der Schwangerschaft nehmen Kinder die Geräusche der Aussenwelt wahr, auch die Muttersprache der Eltern. Eine neue Studie gibt Hinweise darauf, daß bereits die ersten Schreie von Neugeborenen eben jener Sprachmelodie ähneln, die das Kind aus der bereits im Bauch wahrgenommenen Muttersprache kennt.

Die Wissenschaftlerinnen Anne Christophe, Angela D. Friederici, Birgit Mampe und Kathleen Wermke haben die Schreie von Neugeborenen aufgenommen, analysiert und mit den Sprachmelodien der Eltern verglichen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung haben sie in der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht.

Aus Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben.

Mirjam Gebhardt ist Historikerin an der Universität Konstanz und forscht über Erziehung im 20. Jahrhundert. In einem Artikel für die ZEIT geht sie den Ursachen der zunehmenden Kinderlosigkeit auf den Grund und fördert Erstaunliches zu Tage. Noch immer ist das Erziehungsbild der älteren Generationen geprägt von der Härte der 1930er Jahre. Was die Kinder von damals ihren Kindern weitergegeben haben, sitzt noch immer fest im kollektiven Bewusstsein: Kinder ruhig mal schreien lassen, Stillen nach Zeitplan, Strenge und Unterordnung. Ein Umgang mit Kindern, der an ihren und unseren natürlichen Bedürfnissen völlig vorbei geht.

Ein Blick auf den historischen Diskurs zu den Themen Geburt, Säugling, Kleinkind mag weiterhelfen. Hören wir den erfolgreichsten deutschen Erziehungsexperten zu, wie sie früher werdende Eltern auf ihren Nachwuchs eingestimmt haben. Die berühmteste deutsche Ratgeberautorin aller Zeiten war Johanna Haarer, NSDAP-Mitglied und im »Dritten Reich« die staatlich empfohlene Expertin in Sachen Kinderkriegen. Liest man die von ihr verfassten Bestseller (unter anderen Die deutsche Mutter und ihre erstes Kind), macht man eine überraschende Entdeckung: Aus ihren Werken, die im höheren Auftrag der NS-Bevölkerungspolitik standen, spricht eine unverhohlene Abneigung gegen das werdende Leben: Wir lesen ihre konstanten Warnungen vor »erbkrankem« Nachwuchs, ihre Panikmache vor der Geburt (»ein Schlachtfeld«), ihre Empfehlung, das Kind vor dem Stillen erst mal ein bis zwei Tage lang nach der Entbindung hungern zu lassen, ihre Schilderung der Machtkämpfe ums Schlafen und Sauberwerden. Hat man sich durch alle abscheulichen Details der Säuglingspflege durchgearbeitet, bleibt eines hängen: Mit der Geburt eines Kindes beginnt ein existenzieller Kampf. Auf der einen Seite die deutsche Mutter – auf der anderen, ja was eigentlich? Ein großhirnloses Wesen, instinkt- und machtgesteuert. Schon an der Brust verursacht dieser emotionale Zombie Schwierigkeiten, stellt sich »trinkfaul«, will nur »lutschen«, und schlimmer noch, will nicht begreifen, dass er nur um 6, 10, 14, 16 und 20 Uhr zu essen bekommt. Wenn er schreit, schreibt Haarer, wird er richtig gefährlich. »Dann, liebe Mutter, werde hart! Fange nur ja nicht an, das Kind aus dem Bett herauszunehmen, es zu tragen, zu wiegen, zu fahren oder es auf dem Schoß zu halten, es gar zu stillen. Das Kind begreift unglaublich rasch (…). Nach kurzer Zeit fordert es diese Beschäftigung mit ihm als ein Recht, gibt keine Ruhe mehr, bis es wieder getragen, gewiegt oder gefahren wird – und der kleine, aber unerbittliche Haustyrann ist fertig.«

(c) 2009 Wurzeln und Flügel