Zur Würde des Menschen gehört das Maß an Selbstbestimmtheit, welches ihm zur Verfügung steht oder – wie in manchem Schicksal – zur Verfügung gestellt wird. Um die Frage der Selbstbestimmtheit, der Freiheit des Einzelnen, ging es heute bei einer Fachtagung mit Erik Bosch in der Stephanus-Stiftung. Erik bot allen das Du an. Er arbeitet als Heilpädagoge und Lehrender in Sachen respektvoller Begegnung. Ein Mal fragte er, ob wir als Arbeitende in Sozialberufen mit unseren Klienten tauschen würden. Da stieg in mir die Frage auf, wie frei entsprechende Antworten eigentlich sein könnten – immerhin geht es für die arbeitenden Menschen in Sozialberufen auch um die Frage der eigenen Existenz, wenn es sich dabei um Kritik an ihrem Arbeitgeber oder den rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen handelt.

In Sozialberufen gilt es, immer wieder die Beziehung zum Klienten (Patienten, Bewohner usw.) in den Mittelpunkt der Betrachtungen zu stellen. Wie aber sieht es mit den Beziehungen aus, die mich als Tätigen umgeben – die Beziehungen zu meinen Vorgesetzten und Einrichtungsleitern? Wie kann ich Kritik üben an der Grundhaltung (also an der Beziehung) gegenüber unseren “Kunden”, wenn der Kritisierte zugleich über meine Weiterbeschäftigung zu entscheiden hat?

Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde meinen Kollegen und mir die Freiheit schaffen, tatsächlich sozial entscheiden und arbeiten zu können. Unabhängig von Existenzsorgen könnte dann tatsächlich der Mensch im Mittelpunkt stehen – anstatt wie bisher: die Mittel.

Kind Alljährlich lässt die UNICEF eine Studie zur Situation der Kinder in mehreren Ländern durchführen.

Es werden Informationen zusammengetragen zu den Themen Materielles Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit, Bildung und Ausbildung, Beziehungen zur Familie und zu Gleichaltrigen, Verhaltensrisiken sowie subjektives Wohlbefinden.

Als besorgniserregend empfinde ich vor allem, was die befragten Kinder als zu ihrem persönlichen Wohlbefinden zu sagen haben:

Hinsichtlich der eigenen Einschätzung von Kindern und Jugendlichen zu ihrer Lebenssituation befindet sich Deutschland insgesamt auf Rang neun. Hinter diesem Mittelplatz verbergen sich allerdings einige gravierende Probleme: 6 Prozent der Heranwachsenden erleben sich als Außenseiter. 11 Prozent der befragten 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland geben an, sich “unbehaglich und fehl am Platz” zu fühlen. Etwa jeder dritte 15-Jährige sagt, dass er sich “alleine” fühlt. Bei der Lebenszufriedenheit insgesamt liegt Deutschland dann sogar auf dem viertletzten Platz von 21 Ländern.

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KlassenraumKann man zur Freiheit erziehen? Muss man zu Freiheit erziehen? Man könnte allerdings auch fragen: Warum sollte man zu etwas erziehen, was ohnehin praktisch jeder und jede will? So beginnt ein Vortrag von Morus Markard, als Professor Sozialpsychologie lehrend, ein Vertreter der so genannten Kritischen Psychologie. Wenn sich Freiheit, so Markard, am Ausmaß der Verfügung über die eigenen und damit gesellschaftlichen Lebensbedingungen bemisst, wird die Frage interessant, welche Machtverhältnisse herrschen, bzw. inwieweit Freiheit und Entwicklung eingeschränkt werden… ► Gesamten Artikel lesen

Betreuungsgeld, Pflichtbesuch von Schule und Kindergarten. Der Staat greift immer weiter in das Erziehungsrecht der Eltern ein. Im Grundgesetz der Bundesrepublik steht geschrieben:

Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft.

Die aktuellen Entscheidungen der Politik laufen dem offenkundig zuwider. Die Initiative Familienschutz wirbt für neues Verständnis von und neue Politik für Familien. Hedwig Freifrau v. Beverfoerde, Sprecherin der Initiative Familienschutz, stellt die Arbeit der Gruppe in einem Interview auf FreieWelt.Net vor.

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