Kaiserschnitt

Die Geburt ist für Mutter und Kind ein sehr erschöpfendes Ereignis. Bei einer Frau, die ihr erstes Kind bekommt dauert die Geburt durchschnittlich zwölf bis 18 Stunden. Dennoch hat die Natur aus diesem Prozess ein harmonisches Zusammenspiel von Körper und Geist gemacht.

Tritt der Kopf des Kindes tief ins Becken ein, drückt der auf den Darm der Mutter. Dadurch wird bei der Frau ein reflexartiger Drang zum Pressen ausgelöst. Der Körper sendet Signale, Botenstoffe werden ausgeschüttet. Im Kopf der Frau entsteht regelrecht der Wunsch, zu pressen. Das ist eines der vielen Beispiele für das Zusammenwirken von Körper und Geist während der Geburt, so wie die Natur es eingerichtet hat. Setzt die Frau ihren Wunsch um, mitzupressen, unterstützt sie so die Kräfte der Gebärmutter durch ihre Bauchmuskulatur. Unter einer Periduralanästhesie (PDA) gelangen die entsprechenden Botenstoffe nicht zum Gehirn. Der Wunsch nach Pressen wird unterdrückt. Ein natürlicher Geburtsverlauf ist nicht mehr gegeben. Allerdings gibt es noch ganz andere Eingriffe… ► Gesamten Artikel lesen

Bereits im letzten Drittel der Schwangerschaft nehmen Kinder die Geräusche der Aussenwelt wahr, auch die Muttersprache der Eltern. Eine neue Studie gibt Hinweise darauf, daß bereits die ersten Schreie von Neugeborenen eben jener Sprachmelodie ähneln, die das Kind aus der bereits im Bauch wahrgenommenen Muttersprache kennt.

Die Wissenschaftlerinnen Anne Christophe, Angela D. Friederici, Birgit Mampe und Kathleen Wermke haben die Schreie von Neugeborenen aufgenommen, analysiert und mit den Sprachmelodien der Eltern verglichen. Die Ergebnisse ihrer Untersuchung haben sie in der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht.

(c) 2009 Wurzeln und Flügel