Alljährlich lässt die UNICEF eine Studie zur Situation der Kinder in mehreren Ländern durchführen.
Es werden Informationen zusammengetragen zu den Themen Materielles Wohlbefinden, Gesundheit und Sicherheit, Bildung und Ausbildung, Beziehungen zur Familie und zu Gleichaltrigen, Verhaltensrisiken sowie subjektives Wohlbefinden.
Als besorgniserregend empfinde ich vor allem, was die befragten Kinder als zu ihrem persönlichen Wohlbefinden zu sagen haben:
Hinsichtlich der eigenen Einschätzung von Kindern und Jugendlichen zu ihrer Lebenssituation befindet sich Deutschland insgesamt auf Rang neun. Hinter diesem Mittelplatz verbergen sich allerdings einige gravierende Probleme: 6 Prozent der Heranwachsenden erleben sich als Außenseiter. 11 Prozent der befragten 15-jährigen Schülerinnen und Schüler in Deutschland geben an, sich “unbehaglich und fehl am Platz” zu fühlen. Etwa jeder dritte 15-Jährige sagt, dass er sich “alleine” fühlt. Bei der Lebenszufriedenheit insgesamt liegt Deutschland dann sogar auf dem viertletzten Platz von 21 Ländern.
Die Autoren der Studie fordern, Kinder nicht ausschließlich aus der Perspektive ihrer Leistungsfähigkeit zu beurteilen, sondern ihr Selbstvertrauen und ihre Rechte grundlegend zu stärken. Ob allerdings die Schlussfolgerung, man müsse nun Kinderrechte im deutschen Grundgesetz verankern, zielführend ist, weiß ich nicht. Ist hier nicht viel eher ein Umdenken im Kopf des Einzelnen gefragt?
Alleinerziehende und ihre Kinder brauchen deutlich mehr Unterstützung, um der Armutsfalle entkommen zu können, so die Autoren. Denn alle Kinder haben das Recht auf eine eigenständige materielle Absicherung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert.
Als dritten Punkt gilt es, die Gesundheit der Kinder zu fördern. Übergewicht bei jungen Menschen ist in Deutschland – wie in anderen Ländern auch – ein wachsendes Problem. Sport und Bewegung sowie ausgewogene Ernährung müssen einen höheren Stellenwert erhalten.



















